„Kante“ gesichert

Schon seit den Anfängen des Hütti-Trails lockte der Hang am Ende der “Harz”-Auffahrt kurz vor der Überquerung des Kirchwegs zur Abkürzung ein. Mit der Zeit wurde dabei aber die Kante oben am Weg so ausgefahren, dass dieser Weg nur noch 2/3 der ursprünglichen Breite betrug. Dieser Weg ist nebenbei auch ein Reitweg, und an der Stelle ohnehin schon recht schmal. Eine Absperrung dieser Abkürzung hatte zur Folge, das an nur einem Tag darauf schon wieder 5 neue Abkürzungen in den Hang gefahren wurden. Es war klar ersichtlich das nicht am Hang herunter geschreddert werden soll. Dieses Verhalten von einigen Mountainbikern ist absolut unakzeptabel, es schadet zum einen der Beschaffenheit der Wege im Wald, und auch der Reputation der Mountainbiker insgesamt. 

Zusammen mit dem Förster wurde überlegt, wie wir diese Kante auf Dauer sichern können. Heraus kam die Lösung, dass wir an der besagten Stelle einen befestigten Pfad zur Abfahrt einrichten. Der obere Weg wurde mit zwei massiven Steinen verbreitert und damit die Kante vor Abnutzung gesichert. Der Pfad wurde komplett mit Steinen ausgefüttert und weiter unten entsprechend seitlich abgestützt. Die anderen Stellen an denen bereits heruntergefahren wurde, haben wir seitlich mit kleinen Stämmen blockiert.
Die ganzen Äste die wir zuvor als Behelfsblockade unten hingeworfen hatten wurden entfernt, denn das sah ein bisschen aus wie Sperrmüll. Jetzt ist die Stelle wieder ordentlich und wir hoffen das alle die vorgegebenen Spuren einhalten.

Bei der Aktion hat Hütti-Trail-Builder und Zimmerermeister Andreas Fedde maßgeblich unterstützt und gezeigt das er nicht nur Nägel einschlagen kann, sondern auch Steine mit treffsicher versenkt.

Diese Maßnahme scheint dem einen oder anderen vielleicht als Entgegenkommen zu erscheinen. Aber ganz ehrlich, wir haben zu solchen Maßnahmen eigentlich keine Lust. Mit der Zeit und Arbeit hätten wir auch etwas besseres machen können. Wir werden beobachten wie sich das an der Kante weiter verhält. Es soll aber nicht unerwähnt bleiben, dass dieses Schreddern des Hanges als eine Ordnungswidrigkeit im Sinne des §38 Abs.(2)6 des Waldgesetzes Schleswig-Holstein verfolgt werden kann.

Menschen verhalten sich in Gruppen leider oft dämlicher als es die Natur vorgesehen hat. Daher eine Bitte an alle die beobachten das einige ihrer Mitfahrer solche Dummheiten machen – Staucht sie mal so richtig zusammen!

Text und Bilder: Armin