Hervorgehoben

#bleibmitdeinemarschzuhause

Die Sonne scheint,
eine leichte Brise umweht mich,
gut, es ist zugegeben etwas frisch,
die letzten Tage waren trocken,
ich habe im Moment ein wenig mehr Zeit als sonst,
ich fahre nicht den Hütti-Trail zusammen mit meinen Kumpels,
ich reise auch nicht aus Kiel oder von sonstwo an, um hier zu fahren.

Bleibt verdammt nochmal zu Hause, wir werden alle noch ein Weilchen leben
und Zeit genug haben den Hütti-Trail zu rocken.
Jetzt aber nicht, auch nicht am Wochenende, nicht in den nächsten Wochen,
gebt auch dem Trail eine Pause.

Wenn bei unser nächsten Aktion, welche bestimmt irgendwann in ferner Zukunft stattfinden wird, nur halb so viele Autos auf dem dann verabredeten Parkplatz stehen wie am letzten Sonntag, dann sind wir in ner Stunde durch.

#Staythefuckhome

Amore, Mario

Hervorgehoben

Willkommen bei den Hütti-Trail-Builders

Im September 2018 wurde im Brekendorfer Wald der erste öffentliche MTB-Trail Schleswig-Holsteins eröffnet. Die Initiative dazu erfolgte durch das Amt Hüttener Berge in Zusammenarbeit mit den Landesforsten Schleswig-Holstein und dem Verein Naturpark Hüttener Berge. Die praktische Umsetzung des Ausweisens der Strecke, sowie das Bauen und Überarbeiten von Trailabschnitten erfolgte durch freiwillige Helfer – und das sind wir, die „Hütti-Trail-Builders“.
Es freut uns das der Trail seit der Eröffnung gut angenommen wird und Freude bereitet. Die Zahl der Hütti-Trail-Builder ist in der Zwischenzeit angestiegen, wir organisieren uns über eine email-Liste, in der etwa 30 Leute beteiligt sind (Stand 02/19).  Sieben Mitglieder unserer Gruppe sind offizielle Trailpaten, die insbesondere den Zustand und die Ausschilderung von bestimmten Trailabschnitten überwachen. Arbeiten am Trail werden gemeinsam durchgeführt und über die email-Liste verabredet. Dieser Blog dient als Infoboard zu unseren Aktionen, aber auch zu aktuellen Neuigkeiten, beispielsweise temporären Strecken- oder Waldsperrungen.

Habt Spaß, nutzt die ausgewiesene Strecke, nehmt Rücksicht auf Spaziergänger, Reiter und die Tierwelt, mit denen wir uns diesen wundervollen Wald teilen.

Übersichtskarte, zum Vergrößern anklicken:

 

Teilsperrung wegen Waldarbeiten erweitert.

In dem auf der unten abgebildeten Karte markierten Gebiet ist das Betreten, bzw. das Befahren des Hütti-Trails bis auf weiteres wegen Waldarbeiten untersagt.

Der Sperrbereich darf so lange nicht betreten und befahren werden, so lange die Absperrungen vorhanden sind.

Um den Untergrund so weit es geht zu schonen, werden momentan nur die jahreszeitlich bedingten Fällarbeiten durchgeführt. Die Stämme bleiben zunächst so liegen wie sie fallen. Wann dieser Bereich dann tatsächlich wieder mit dem Mountainbike befahren werden kann, hängt vom Verlauf des Wetters ab. Die Transportfahrzeuge werden die gefällten Bäume erst abholen können, wenn der Untergrund entweder etwas angetrocknet, oder gefroren ist.

Als Umleitung steht der auf der Karte in lila markierte Weg zur Verfügung. Die Abzweigungen A/B sind im folgenden als Bilder dargestellt.

Begegnungen im Wald

Gerade weil der Brekendorfer Wald für schleswig-holsteinische Verhältnisse ein ganz besonderer Wald ist, wird er intensiv von vielen unterschiedlichen Interessensgruppen besucht und genutzt.

Der Hütti-Trail soll Mountainbiker so lenken, dass sie auf einem definierten Rundkurs unterwegs sind, der so gewählt und beschaffen ist, dass er auch möglichst der abwechslungsreichsten Streckenwahl entspricht. Für andere Waldnutzer aber auch für Wildtiere ist das Auftauchen von Mountainbikern auf dieser sichtbar ausgewiesenen Strecke daher etwas berechenbarer, bzw. die Wildtiere gewöhnen sich an den Abschnitten daran.

Leider kommt es auf einigen Abschnitten zu einer Doppelnutzung mit Reitern, und mit Fussgängern muss sogar auf dem ganzen Trail gerechnet werden. Auf den exklusiv für Mountainbike ausgewiesenen Abschnitten sind außerdem immer wieder Reiter unterwegs.

Wir sind damit auch nicht glücklich, aber eine Änderung der Situation ist in absehbarer Zeit nicht möglich. Nicht das der Willen dazu nicht da ist, sondern weil ein großer Teil des Waldes als FFH Gebiet ausgewiesen ist, und eine Bündelung auf bestehenden Wegen vorgibt. Im weiteren gibt es einige Rückzugsgebiete für Wildtiere die ebenfalls respektiert werden müssen. Man muss sich vielleicht einfach mal vorstellen wie gestresst die Tiere sein müssen, wenn am einem Sonntag mal wieder Hochbetrieb im Wald ist und alles kreuz und quer durch den Wald zieht.

Gerade weil wir Mountainbiker als recht junge Erscheinung von einigen anderen Waldnutzern gerne als die “Bösen” angesehen werden, sollten wir uns hier als positives Beispiel beweisen. Auch deshalb, weil einige dieser Kritiker völlig frei von Selbstkritik sind.

Erfreulich ist, dass Mountainbiker den ausgewiesenen Hütti-Trail inzwischen so gut angenommen haben, das kaum noch andere Strecken gefahren werden. Selbst Biker die dem Trail zuvor sehr eher negativ eingestellt waren, finden ihn heute als eine Bereicherung. Bei einer Überprüfung von Abschnitten die früher gerne als wilde “Trails” befahren wurden, fiel auf das diese gar nicht mehr oder nur selten von einzelnen mit dem MTB befahren werden. Vielleicht ist es auch nur der Förster mit seinem Dienst-Bike, und nur der darf das. Viele dieser Ex-Trails sind sogar gar nicht mehr erkennbar. Wichtig ist, dass es auch so bleibt da insbesondere das Wild sich daran gewöhnt, und abseits der Wege durch plötzlich auftauchende Biker aufgescheucht wird. Wir wissen das keiner von uns Bikern das will und daher soll es gerne unterbleiben.

Hierzu übrigens ein interessantes Video von Peter Wohlleben das auf MTB-News veröffentlich wurde.
Peter Wohlleben ist vielleicht dem einen oder anderen von seinen Büchern oder Dokumentationen über seine Arbeit als Förster bekannt. Vor einiger Zeit hat er sich auch zu Mountainbikes im Wald geäußert.

Aufgrund der Mehrfachnutzung kommt es auf dem vorgegeben Trail leider immer wieder zu problematischen Begegnungen, die jedoch insbesondere der Geschwindigkeit der herannahenden Biker geschuldet sind. Es sollte allen klar sein, der Hütti-Trail ist eine MTB-Rundtour in einem öffentlichen Gebiet und kein geschlossener Bikepark! Wenn freie Sicht ist kann gerne sportlich gefahren werden. Aber bitte nehmt vor nicht einsehbaren Kurven die Fahrt raus und geht deutlich mit dem Tempo runter wenn ihr Personen oder Pferde von weiten schon erkennt. Macht auf keinen Fall Vollbremsungen weil das Mensch und Tier noch mehr erschreckt. Macht auch von weitem durch Reden, Hüsteln etc. bemerkbar. Aus Höflichkeit sollten Pfeifen und Rufen unterlassen werden. Und wenn es gerade euer Lieblingsabschnitt ist, haltet an und fahrt ihn halt einfach nochmal sobald der Weg frei ist. Niemand hetzt uns!

Es gibt gegenüber uns Bikern Klagen aufgrund schnellen Fahrens aber auch argwöhnische Verallgemeinerungen die eher von Missgunst geprägt sind. Aber es gibt auch eine ganze Menge Rückmeldungen das die Mountainbiker durchaus akzeptiert werden. Bitte verhaltet euch daher weiterhin rücksichtsvoll und freundlich allen Waldnutzern gegenüber. Es wird auch von grimmigen und verbissenen Mountainbikern berichtet. Mag vielleicht eine falsche Wahrnehmung sein, aber meistens hilft ein Lächeln und freundliches Hallo Vorurteile zu beseitigen. Viele Menschen sind zudem einem kurzen Smalltalk aufgeschlossen, insbesondere ältere Menschen freuten sich meist über ein paar Worte.

Auf die Einhaltung der Strecke wurde bereits eingegangen, dazu noch eine Anmerkung zum Gebiet um dem Rammsee der etwa in der Waldmitte liegt.
Zwar führt ein Radfernweg durch den Wald direkt am Rammsee vorbei, vermeidet aber bitte mit dem MTB in diesem Gebiet zu fahren auch wenn es breite Wege sind. Der Grund ist, insbesondere ältere Leute aus Brekendorf unternehmen regelmässig einen Spaziergang zum Rammsee, weil der Weg gut zu begehen ist und der See ein lohnendes Ziel ist. Gönnt den Leuten bitte die Ungestörtheit und Ruhe. Ähnlich ist es auf dem Plattenweg “Lehmberger Weg” Hier sind oft Leute unterwegs die nicht mehr so gut zu Fuß sind, und dort noch ein wenig Waldluft schnuppern können. Der Hütti-Trail verläuft an einigen Stellen auf dem Lemberger Weg, also seid hier bitte ganz besonders rücksichtsvoll.

In diesem Zusammenhang ein paar Worte an die motorisierten Mountainbiker.
E-Mountainbikes sind Motorfahrräder, also Mofas. Zum Glück sind (noch) keine der Verbrenner-Mofas auf dem Hütti-Trail unterwegs, allerdings jede Menge E-Bikes. Es gibt speziell zu den besonders schnell fahrenden E-Biker auch schon kritische Rückmeldungen. Momentan bewegen sich diese E-Bikes im Wald noch in der Grauzone, sie werden als Fahrräder betrachtet und dürfen laut Waldgesetz ausgewiesene Wege befahren. Gleichzeitig ist das Befahren des Waldes für motorisierte Fahrzeuge verboten. Das Verhalten der E-Biker selbst wird bestimmen, ob es in Zukunft geänderte Bestimmungen zur Nutzung im Wald geben wird.

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Allgemeine Info zu diesem Beitrag:

Die Moutainbiker sind eine der wenigen Sportlergruppen die sich selbst einen Verhaltenskodes auferlegt haben – die DIMB Trail Rules.

Die Beachtung der DIMB Trail Rules führt zu umwelt- und sozialverträglichem Mountainbiking und hilft, weitere pauschale Einschränkungen unserer Sportart zu vermeiden.

Die DIMB Trail Rules als pdf gibt es hier: DIMB Trail Rules

Bitte sprecht auch andere Biker die ihr auf dem Hütti-Trail oder an dem Parkplätzen trefft auf dieses Thema an.

Winterpause?

Unsere Einsätze auf dem Hütti-Trail beschränken sich momentan auf “Trockenlegen” von Schlammlöchern oder Anlegen einer Umfahrung eines kurzen Abschnitts der normalerweise ganzjährig matschig ist, weil dort auch geritten wird.

In der Anfangszeit des Hütti-Trails war der besagte Abschnitt im Süden des Waldes am Ende der Wildsau-Steigung wegen langanhaltender Trockenheit gut befahrbar. Seit Wiedereinsetzen der norddeutschen Regenzeit ist es dort wieder extrem weich und matschig. Ab sofort kann dieser Abschnitt auf etwa 30m umfahren werden. Auch Fussgänger werden das zu schätzen wissen. Wir hoffen jedoch das Reiter, mit denen wir den Abschnitt teilen müssen, auf dem oberen Reitweg bleiben. Denn sonst haben wir schnell zwei Matschpassagen.

Die „Leitplanken“ links sollen verhindern, dass man mit dem Rad auf querlaufende Wurzeln kommt.

Der Einstieg in die Umfahrung erfolgt gleich am Ende der Wildsau-Steigung in der 90°Linkskurve.

Die ersten Meter vor dem Baum sind mit Steinen ausgekoffert um ein Ausrutschen auf schräg verlaufenen Baumwurzeln zu vermeiden, ausserdem um die Wurzeln zu schützen. 

Dirk hat die Steine wie ein Steinsetzmeister verlegt, fast schon wieder zu gut.

Nach dem matschigen Bereich wird die Umfahrung wieder hoch auf den Weg geführt. Wir hatten zwar die Idee, uns aber erstmal dagegen entschieden die Spur quer rechts den Hang runter zum Gatter zu ziehen. Einmal um nicht zu weit vom Weg wegzukommen, denn die Spur dient nur zur Matschumfahrung, aber auch um die kurze abschüssige S-Kurve wieder mitzunehmen. Bitte auf dem angelegten Trail bleiben, wir müssen und werden sonst wilde Abkürzungen dichtmachen.

Bitte schont den Trail und die Natur!

So lange der Hütti-Trail noch so aufgeweicht ist, werden wir keine Reparaturen von mutwillig kaputtgefahrenen Einrichtungen vornehmen. Jeder Biker weiß, dass aufgeweichte Anlieger und die Anfahrten der Drops sehr empfindlich sind, und auch das die hundertste Vollradierung einen aufgeweichten Hang hinunter diesen nicht besser macht. Wir bitten auch jene die ihre Energie aus der Steckdose beziehen, diese mit etwas mehr Bedacht einzusetzen.

Ich muss nicht immer alles zu jeder Zeit fahren,…

…lautet das Mountainbikermotto zur herbstlichen Matschezeit im Brekendorfer Wald.

Nehmt bitte Rücksicht auf die Strecke, die durch Regen, Forstverkehr und erhöhtes Verkehrsaufkommen stellenweise sehr gelitten hat. Lasst einfach mal Abschnitte wie den Ralph-Hang (die vielen Schleifen) oder den Marvin-Slope (Trail mit den zwei Sprüngen kurz vorm Parkplatz Eulenberg) links oder rechts liegen und freut euch einfach darauf, sie bald unter besseren Bedingungen mit viel mehr Spaß zu fahren.

Geniesst trotzdem die Herbstzeit auf dem Trail, nehmt jedes Modderloch mittig mit, saut Euch und die Räder ein und habt Spaß.

Marvin-Slope, im zur Zeit bescheidenen Zustand

Matschloch im Gazastreifen gebändigt.

Es handelte sich zwar um 1A Qualitätsmatsch, aber vor dem kleinen Wall verlor so mancher den nötigen Schwung, und schliesslich gaben die verschlammten Reifen keinerlei Grip mehr. So sorgte diese Stelle zwar für die eine oder andere Erheiterung in Gruppen, trotzdem ist es schöner wenn es rollt.
Ralph und Armin steckten heute gute zwei Stunden bis an die Waden in dem besagten Schlammloch, holten alles weiche raus, füllten hartes auf und versiegelten die Spur mit Platten und Steinen. Die Wegentwässerung wird unter der Spur durchgeführt. So sollte es erstmal funktionieren. Die Spur lässt sich wieder flott befahren, jedenfalls gibt es keine Ausrede mehr den kleinen Wall nicht hochzukommen 🙂

Hütti-Trail Beitrag im Schleswig-Holstein Magazin des NDR.

Eigentlich wurde der Beitrag für den 9.November 2019 in der NDR-Sendung Nordtour angekündigt. Nun wurde er heute etwas überraschend im Schleswig-Holstein ausgestrahlt. Für eine Vorankündigung ist es daher zu spät. Aber zum Glück gibt es ja die NDR-Mediathek. Dort kann der Beitrag für etwa ein Jahr aufgerufen werden.

Hier der aktuelle Beitrag in der NDR-Mediathek

https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/schleswig-holstein_magazin/Mountainbiking-in-den-Huettener-Bergen,shmag67408.html